Aluminiumhaltige Deos sind weniger belastend für den Körper als bisher angenommen. Das teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin mit. Dennoch sollte man seine gesamte Aluminium-Aufnahme weiterhin im Blick behalten. 

„Durch die Haut wird signifikant weniger Aluminium aufgenommen als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet“, sagte der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Andreas Hensel am gestrigen Dienstag in Berlin. Das BfR hat am 20. Juli eine neue Stellungnahme zu aluminiumhaltigen Antitranspirantien mit dem Titel „Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Aluminium-Aufnahme über die Haut sind unwahrscheinlich“ herausgegeben. Basis sind zwei neue Humanstudien aus den Jahren 2016 und 2019. Allerdings lieferten die mittlerweile drei existierenden Humanstudien sehr unterschiedliche Ergebnisse, wie aus der Stellungnahme hervorgeht: „Den belastbarsten Wert für die Bioverfügbarkeit lieferte die Studie von 2019, die dem BfR im Original vorliegt.“ Diesen hat das BfR für seine neue Risikobewertung zugrunde gelegt.  

 

Die Situation mit nicht-lieferbaren Arzneimitteln in Deutschland spitzt sich weiter dramatisch zu. Ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antibiotika, Antidepressiva oder Krebsmedikamente: Oft fehlen dringend benötigte Arzneimittel. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Die Hauptursache: Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen. So haben die Gesetzlichen Krankenkassen alleine 2018 durch Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern rund 4,4 Milliarden Euro eingespart. Dies entspricht einer Größenordnung von etwa 0,3 Beitragssatzpunkten. Geld, das dem System fehlt und sinnvoll für Patienten eingesetzt werden könnte.

„Immer öfter sind wichtige Arzneimittel in Deutschland zeitweise oder sogar dauerhaft nicht lieferbar. In dieser schwierigen Situation setzen die Vor-Ort-Apotheken alles daran, die Versorgung ihrer Patienten aufrechtzuerhalten. Deutschlandweit und für 3,6 Millionen Menschen täglich.

 


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04 August 2020

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